Samstag, Juli 29, 2006

Epilog

Die Viking-Tour 2006 ist Vergangenheit. Wir sitzen entspannt unter einem Baum in Aurland und lassen die letzten sechs Tage Revue passieren. Wir sind uns einig, dass es eine tolle Tour war. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Die Organisation ist allerdings noch ausbaufähig. Die meisten Teilnehmer haben aber gern darüber hinweg gesehen, da der Organisator viele Pannen durch Charme und familiäre Atmosphäre wieder weg gemacht hat. Teilweise war es auch ganz erfrischend, dass nicht alles so perfekt war und der kommerzielle Style anderer Radrennveranstaltung nicht zu spüren war. Ich habe auch den Eindruck, dass viele Dinge in Norwegen nicht so verbissen und ernst genommen werden wie bei uns. Man kann sein Rad auch durchaus mal unangeschlossen draußen stehen lassen, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass es geklaut wird. Die norwegische Fjordlandschaft ist einfach einzigartig und hat uns für unsere Leiden immer wieder belohnt.

Gestern haben wir dann noch mal großartig bei der Siegerehrung abgeräumt. Harald wurde, mit 32 Sekunden Vorsprung als Ober-Wikinger ausgezeichnet. Die Obstschale für das beste Team ging mit 7 Minuten Vorsprung verdient an das Team „Renn-und-Sportrad Altona“. „King of Mountain“ holte sich Harald, trotz einiger Kilo Gewichtsnachteil. Alexander belegt den 14. und ich den 33. Platz im Gesamtklassement. Allerdings haben Alex und ich in den letzten Tagen noch ein paar Plätze eingebüßt, da wir uns voll uns ganz der Teamtaktik untergeordnet haben. Das soll nicht als Ausrede herhalten, wir sind stolz darauf, als Einheit gefahren zu sein. Jeder von uns konnte sich mit dem Gesamtziel identifizieren und hatte keine Probleme, persönliche Ziele hinten anzustellen. Alexanders schönstes Erlebnis der Tour war dementsprechend auch, dass unser Rivale Geier sich gewünscht hatte, dass er doch irgendwann einbrechen würde und keine Löcher mehr zufahren könne.

Vor der letzten Etappe stand unser Leader aufgrund der Teamtaktik mächtig unter Druck. Wenn sich so viele Leute für einen einsetzen, steht man unter einen hohen Erwartungsdruck. Wenn er die gesetzten Ziele nicht erreicht hätte, wäre das nicht nur seine persönliche, sondern auch eine Niederlage fürs Team gewesen. Dementsprechend groß war auch Haralds Stimmungsschwankung am letzten Tag zwischen der Angespanntheit, vor dem Start und der Erleichterung im Ziel.

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch mal mein Lob und Anerkennung an unsere Gegner Kristian und Geier aussprechen. Die beiden sind echte Sportsmänner. Fair, sympathisch und würdevolle Podiumsgewinner. Viele Freunde hat sich, speziell Harald, auch gestern Abend noch gemacht, als er Heinecken en mass auf den Markt geschmissen hat. Was n Party! Bei mir lief es richtig gut. Auch wenn ich die beiden Jungs am Berg nicht bekommen habe, da hatte ich sie. Die Heinecken Schlagzahl konnten sie nicht mitgehen – Sieg auf ganzer Ebenen J

Als Titelverteidiger hat unser Kapitän einen freien Startplatz für die nächste Auflage der Viking-Tour. Außerdem hat Harald unseren Gegner sein Versprechen auf Revanche gegeben. Wenn wir den Titel auch 2007 nach Hamburg holen wollen, brauchen wir ein noch stärkeres Team. Also, wo sind die Wikinger für 2007?

Liebe Grüße, Viki und die starken die Männer!

Die Wikinger


Die Sieger Harald, Kristian und Geier (v.l. nach r.)

Freitag, Juli 28, 2006

Finale auf dem Trollstigen

Große Enttäuschung nach der gestrigen Etappe, wir hatten das Leader Trikot, trotz starker Teamleistung, mit 12 Sekunden Rückstand auf Kristian (Nr. 159) abgegeben. Auf dem dritten Rang dann Geier mit ca. sechs Minuten Rückstand. Somit verbrachten wir den ganzen Abend damit, uns eine Teamtaktik für heute zurecht zu legen. Die hieß: Sprintwertung gewinnen, Kristian nicht ans Hinterrad von Harald heran lassen und am Berg EINE entscheidende Attacke setzen. Wir wollten die Gesamtwertung um jeden Preis wieder in „Renn-und-Sportrad" Hand bekommen. Harald war die Anspannung vor dem heutigen Tag deutlich anzuspüren.
Der Tag begrüßte uns mit dem ersten Regen dieser Rundfahrt. Ausgerüstet mit Armlingen, Beinlingen, Regenjacken und Überschuhen machten wir uns auf die finalen 85 Kilometer der Viking Tour. Die erste kleine Steigung von 650m war schnell überwunden und wir setzten mit der Fähre über den Fjord. Vor dort aus fiel der Startschuss. Die Wolken verzogen sich und die Sonne zeigte sich. Sofort nach dem Start zogen wir, mit vereinten Kräften der „Hamburger Allianz", das Tempo an. Jens Richter (Redakteur vom Triathlon-Magazin) führte unseren Sprintzug zur 1.000 Meter Marke der heutigen Sprintwertung. Björn Scheele (Redakteur vom Tour-Magzin) zog dann das Tempo scharf an. Harry Weiland und Alex übernahmen auf den letzten 250m und ließen sich geschickt zurück fallen, um die Gegner zu behindern. Die letzten 100m dann Haralds antritt. Meine Aufgabe sah vor, Kristian nicht in den Windschatten von Harald zu lassen. Ich bleibe hinter Harald. 50m vor der Sprintlinie lasse ich die Beine hänge und verhindere, dass Kristian an Harald heran kommt. Harald holt den 2. Platz und erhält 20 Sekunden Bonus und somit das virtuelle Leader Shirt mit knappen 8 Sekunden Vorsprung. Unser Herausforderer versucht es immer wieder mit geschickten Attacken. Abwechselnd fährt die „Hamburger-Allianz" die Löcher zu und lässt niemanden entkommen. Ich passe weiterhin auf Haralds Hinterrad auf. Mit leichten Lenker-, Po Berührungen kann ich den Bergfloh Kristian davon überzeugen, mir die Position hinter Harald zu überlassen. Kurze Schrecksekunde, während der Fahrt löst sich Haralds Satteltasche. Wir bauen sie gemeinsam bei Tempo 38 KM/h ab und ich verstaue sie in meiner Trikottasche. 15 Kilometer vor dem Ziel ist dann meine Helferarbeit vorbei. Ich habe meinen Job gemacht und alle meine Körner verschossen. Ich versuche noch mit eine paar Leuten wieder an die Spitzengruppe ran zu fahren. Wir scheitern aber, trotz gegenseitiger Anfeuerung kläglich.
Alex wird ebenfalls, nach Wahnsinnsleistung und aufopferungsvoller Helferarbeit, von der Spitzengruppe ausgespuckt. Gemeinsam quälen wir uns den letzten imposanten Berg zum Trollstigen (950m) hinauf. Ich verschalte mich bei der 10%igen Steigung und die Kette springt herunter. Von hinten schieben mich zwei Konkurrenten, einer von ihnen ein Britischer Paraolympic Fahrer, bis ich die Kette während der Fahrt mit den Fingern wieder aufgelegt habe. Welch ein tolles Gefühl, soviel Kollegialität im Fahrerfeld. Ich sehe das Ziel vor Augen. Eine fantastische Bergankunft a la Alp’d Huez. Es sind die letzten Meter der Viking Tour. Ein schönes Gefühl der Zufriedenheit macht sich in mir breit. Ich fühle mich gut, ich bin glücklich. Völlig Emotionsgeladen überfahre ich die Ziellinie. Wow, genau das ist es, warum ich dieses Leid und diese Qualen auf mich nehme. Es hat sich gelohnt! Unbeschreiblich!
Im Ziel, werde ich dann schnell auf den aktuellen Stand gebracht. Kurz vor der „King of Mountain" (K.O.M) Wertung zieht Björn den Sprint erneut an und gewinnt die heutige Bergwertung für sich. Harald setzt sofort aus dem erhöhten Tempo die entscheidende Attacke. Kristian kann nicht folgen. Beim letzten Anstieg immer wieder sein Blick zurück. Der Abstand bleibt gleich. Mit ca. 30 Sekunden Vorsprung holt Harald den Etappen- und Toursieg.
Unsere Vorstellung war eine Meisterleistung und somit können wir mit stolz und zurecht unseren Harald als Gesamtsieger feiern. Die Freude im Ziel ist riesig! Die Abfahrt vom Trollstigen ist einfach Atemberaubend. Enge Spitzkehren wie am Stilsferjoch, dazu Felsen, die senkrecht in die Höhe schießen und Wasserfälle die mit eindrucksvoller Kraft in die Tiefe stürzen. Unterhalb der Baumgrenze, dann eine Märchenwaldartige Stimmung. Wir drei genießen die letzten Meter bis Andalsnes und fühlen uns wie bei einer Triumphfahrt nach der Tour de France.
Heute Abend wird auf jeden Fall gefeiert. Es wird gemunkelt, dass Harald einen ausgibt J Hört, hört! Bei den restlichen Wertungen stehen unsere Chancen ebenfalls noch sehr gut. In der Teamwertung haben wir gestern noch den ersten Platz mit acht Minuten Vorsprung belegt. K.O.M und Sprintwertung könnten ebenfalls noch an Harald gehen. Für meinen Geschmack wäre das aber ein bisschen zu viel. Schließlich sind wir doch auch zu Gast bei Freunden und sollten dem Gastgeber auch ein kleines Stück vom Kuchen übrig lassen.
Ich melde mich morgen Abend noch mal bei Euch. Dann gibt es die genauen Ergebnisse und einem Rückblick auf die Tour. Bis dahin wünschen wir allen Cyclassics Teilnehmern und Teilnehmerinnen viel Glück, ein sturzfreies Rennen und gute Beine….
So, wo ist nun mein Bier?


Die drei Heldentrolle auf dem Trollstiegen





Trollstigen sieht doch cool aus - oder?

Donnerstag, Juli 27, 2006

Team

Liebe Leser,

heute melde ich mich aus Geiranger, einem wunderschönen Örtchen direkt an einem gigantischen Fjord. Vor Geiranger liegen gerade zwei riesige weiße Kreuzfahrtschiffe, die eine harmonische Einheit mit der atemberaubenden Landschaft bilden.

Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuss zur 110 KM langen Etappe. Beim Einfädeln auf die Nationalstraße stürzt Harald nach wenigen Metern, kann aber sofort weiterfahren und wird durch Alexander wieder an die Spitzengruppen herangefahren. Ich verstecke mich die ersten zehn Kilometer im Peloton, bevor ich ins Renngeschehen eingreife. Geier lässt nichts unversucht, um sich von Harald abzusetzen. Alexander und ich teilen uns die Helferarbeit und fahren unzählige Löcher zu, kontern Attacken oder spannen uns vor das Feld, um das Tempo zu diktieren. Wir kontrollieren das Feld und sind hellwach. Von der Landschaft bekomme ich nichts mehr mit. Ich muss mich auch nicht quälen, sondern leben von der Euphorie und vom Adrenalin, das sich im Körper breit macht. Unser Team funktioniert. Die Norweger scheinen eine Allianz gegen uns zu bilden. Laute Absprachen zwischen den Einheimischen, für uns unverständlich. Die Norwegen sind uns zahlenmäßig deutlich überlegen, wir versuchen ca. 40 Fahrer zu dritt im Schach zu halten. Dann eine gefährlich Situation, zwei Fahrer klemmen Harald am Straßenrand ein. Dann ein extremer Antritt durch Geiers Team auf der Linken Seite. Ich gehe mit. Alex führt Harald aus der Klemme. Der Puls geht über 180. Doch die Attacke ist gekontert. Fahrer, die mit der Gesamtwertung nichts zu tun haben, lassen wir ziehen. Ein tolles Gefühl, entscheiden zu können, wen man ziehen lässt und wen nicht. Ein Norweger fragt mich, ob ich nachsetzen würde, wenn er einen Ausreißversuch startet. Ich bin geschmeichelt! Beim KM 56 dann die Sprintwertung, die entscheidend sein könnte, da es für die ersten Drei 30, 20 und 10 Sekunden Bonus gibt. Ich hänge mich hinter die Sprintergruppe und gewinne den Sprint des Hauptfeldes. Somit nehme ich unseren Gegnern die Möglichkeit, wertvolle Sekunden zu sammeln. Der entscheidende Angriff dann bei KM 70. Alexander kontert gegen den Viertplazierten. Sofort danach dann die Gegenattacke des Dritten der Gesamtwertung (Nr. 159). Ich versuche mitzugehen, bin aber zu spät und kann mich nur an einen weiteren Ausreißer ran hängen. Er will sich in der Führung mit mir abwechseln. Ich mache ihm aber klar, dass ich nicht ausreißen will, sondern nur Attacken verhindern will. Harry und Alex bekommen leider nicht mit, dass ein ernst zu nehmender Fahrer weg gesprungen ist. Ich bleibe an meinen Mann im Illes Baleares Trikot. Wir setzen uns deutlich vom Hauptfeld ab. Bei KM 79 erreichen wir den Fuße des letzten Anstiegs auf 1.500m – fünf Kilometer mit durchschnittlich zwölf Prozent, also ein echter Hammer – überraschte Geier durch Inaktivität: die Ausreisversuche von ihm und seinem Team waren gescheitert und er fühlte sich nicht stark genug um gegen Harald zu bestehen. „I don’t go for the second place.“ sagte er und ließ sich zurück fallen. Große Worte von einem starken Sportler.

Wir fahren auf Naturstraße mit Schotter auf der Piste. Ich nehme etwas raus und warte auf Harald. Nach drei Kilometern hat er mich. Ich reiche ihm Cola und versuche für wenige Meter das Tempo für Harry zu machen. Dann muss ich mich zurück fallen lassen und konzentriere mich auf mein eigenes Ergebnis.

Im Ziel dann die Ungewissheit, ob wir das Leader Trikot verteidigen konnten oder nicht. Ein irischer Ausreißer, letztes Jahr noch als Profi in Diensten beim französischen AG2r Team, kam mit großem Vorsprung an. Der Norweger mit der Nummer 159. hat uns ca. 4 min. auf die Gesamtwertung abgenommen. Ob es reicht, wissen wir leider erst bei der Siegehrung heute Abend. Ich hatte einen starken Tag und bekam Lob von allen Seiten. Alex und mir hat es wirklich unglaublich viel Spaß gemacht im Leaderteam mitzuarbeiten und einen Sonderstatus im Feld zu genießen. Für Harald war es nicht ganz so spaßig. Auf ihm lastet viel Druck. Er ist einfach der Fahrer im Feld, den es zu schlagen gibt.

Sollten wir das Trikot heute abgeben, werden wir uns für die morgige letzte Etappe eine Taktik zurecht legen, wie wir es wieder die Hände von „Renn-und-Sportrad“ bringen können. Drückt uns ganz fest die Daumen, für das große Ziel!!!!!

Unser Team funktioniert übrigens nicht nur auf der Straße sehr gut, auch bei den alltäglichen Dingen läuft es prima und wir verstehen uns prächtig. Einzige Kommunikationsprobleme gibt es beim Thema Mannschaftskasse. Alex bevorzugt den kaufmännischen Style und will unsere Kasse eher wie ein Wirtschaftsunternehmen führen. Harald hat den pragmatischen Ansatz und will einfach nur alle Ausgaben notieren und ich will nicht über Geld reden, kann es aber auch nicht lassen immer wieder blöde Kommentare abzugeben. Aber wie ihr seht, wenn wir uns bei solchen Themen reiben, ist alles in Ordnung!

Mit Ergebnissen ist es echt schwierig, da der Veranstalter das nicht so fix auf die Reihe kriegt. Ich schätze mal, dass Harald weiter erster oder zweiter ist. Alex müsste Platz 13 und ich mich um den 30ten bewegen.

Liebe Grüße aus Geiranger,
die drei Ottensener

Paddy ganz oben, Geiranger ganz unter



Alex bewacht unseren Rivalen "Geier" auch noch im Ziel :-)

Mittwoch, Juli 26, 2006

Das Bergzeitfahren

So, heute fange ich mal mit meinem Job als Pressesprecher an. Ich muss mich auch ein bisschen ranhalten, da ich gerade in der Bibliothek in Lom sitze und die nette Dame um 19 Uhr Feierabend machen möchte!

Zum Einfahren stand ein 1.350 Meter hoher Berg im Weg. Glücklicherweise gehörte dieser nicht zur Wertung und wir haben die Steigung in Schlangenlinien genommen, um auch jaaaa im Kompensationsbereich zu bleiben. Lustiges Experimente 10% steile Rampen mit Puls 110 zu fahren.

Ich war ja schon echt begeistert von der Landschaft der letzten Tage, aber heute bot sich uns ein atemberaubender Blick auf eindrucksvolle Gletscherformationen. Dazu eine sehr grüne und liebliche Landschaft, in der die Passstraße wie zauberhaft hineingemalt aussah.

Nachdem wir dann schon mal 1.500 HM auf der Uhr hatten ging der scharfe start zum 30 KM langen Bergzeitfahren los. Wenn das mal nicht stumpf ist! 1.400 HM am stück…..Harald hat sich wieder ein gutes Match mit Geier geliefert. Die Zeitmodifikation beim Sprint haben sich glücklicherweise unbedeutende Fahrer geschnappt. Harald konnte alle Attacken von Geier mitgehen und ist mit seinen Widersacher nach 01:28:00 std. gemeinsam über die Ziellinie gerollt. Leider konnte keiner der anderen 260 Teilnehmer mehr folgen. Kein Wunder, Geier gehört zu den Top 10 der Bergfahrer in Norwegen. Die Jungs können es auch kaum fassen, dass unser Harry-Held nicht mal Lizenzrennen fährt. Somit ist das Leadertrikot weiter in Renn-und-Sportrad Hand. Allerdings ist der Vorsprung mit etwas über einer Minute nicht wirklich beruhigend. Meine Pressearbeit läuft übrigens super, im Ziel sprechen mich die Leute schon von selbst an und ich kann Harrys Berichte wiedergeben, als wäre ich Live dabei gewesen ;-)

Nun zu meinen Qualen von heute: Ich habe mir beim Anstieg wieder meine Wikingertruppe gesucht. Doch ziemlich schnell stellte sich heraus, wer heute ein Wikinger ist und wer in der „Tributzoll-zahl-gruppe-wegen-gestern-überziehen“ fährt. Ich entschließe mich zunächst für die Tributzoll Gruppe. Im Anstieg hatte ich echt das Gefühl, ich konnte gar keiner anständigen Gruppe mehr folgen. Ich hätte mich einfach zu gern an eines der Wohnmobil gehängt und mich da hochziehen lassen. Aber ich will ja mal ein Wikinger werden und die machen so was nicht. Mittlerweile war ich ganz alleine am Berg und könnte somit mein Motivationsprogramm ruhig laut vor mir runterspulen. Und siehe da, nach der Hälfte des Bergzeitfahrens kam ich in Tritt und konnte wieder an die Tributgruppe ran fahren. Die letzten 10 Kilometer wurden dann auf dem Fjell gefahren. Da konnte ich dann die wertvollen Kilometer in der Haseldorfermarsch nutzen. Ich begab mich in Aerodynamische Position und führ der Tributgruppe davon. Kleiner Adrenalinstoß und schon wollten auch die Beine wieder da hin, wo das Ziel war. Prima, nach 01:40:00 std. war ich auf 1.434 Metern. Harald und Alexander warteten freundlicherweise schon auf mich. Und gemeinsam nutzen wir das schicke Wetter für das Auffüllen der Kohlenhydratspeicher und ein ausgiebiges Sonnenbad.

Alexander hatte heute einen bärenstarken Tag und konnte seine Konkurrenz (vom Hamburger Nachbarclub) am Berg stehen lassen und in die Top 10 fahren. Gemeinsam sind wir dann die restlichen 50 Kilometer nach Lom gefahren. Sehr schönes Team Erlebnis, wenn mal nicht die Uhr läuft und die drei Renn-und-Sportrad-Jungs auch mal zusammen fahren können.

Vielen Lieben dank auch für Euere tollen und aufmunternden Kommentare. Das ist immer einer der Highlights des Abends. So, nun muss ich aber schnell machen, sonst flieg ich hier noch raus und verpasse auch, wie Harald bei der Siegerehrung ein Trikot in Größe XS überstreifen muss – liebe Bille :-)

Fuer die Statistik die Ergebnisse von der Koenigsetappe gestern:
2. Harald 4:30 std.
11. Alexander 4:38 std.
26. Patrick 4:47 std.
(eigentlich 19. aber wer nicht ueber die Zielmatte fahren kann, kann den Sprint nicht gewinnen!)


Drei Helden im Ziel



Mit den Beinen haette ich auch gewonnen :-)



Ich

Dienstag, Juli 25, 2006

Die Königsetappe

Boah, bin ich platt!
Am gestrigen Abend hatten wir noch eine lustige Harald-Show. Der Gute musste drei Mal aufs Podium, um seine Leader Trikots entgegen zu nehmen. Nachträglich der Prologsieg, Gesamtwertung 1. Etappe und „King of the Mountain“ (Bergwertung). Im Übrigen geht es hier nicht ums gelbe Trikot, sondern um ein rotes. Wenn das so weiter geht, braucht Harald noch ein neues Täschen für die ganzen kleinen Roten Biester.

Heute Morgen haben wir endlich Aurland verlassen, langsam konnte ich dieses verträumte Dörfchen auch nicht mehr sehen. Die 2. Etappe brachte uns zunächst über den Aurland Hausberg, den wir gestern schon erklommen haben. Nach wenigen Kilometer wunderte ich mich darüber Sterne zu sehen, bei genauerem Hinsehen entpuppten sich die Sterne allerdings als Fliegen, die um meinen Lenker kreisten. Man gut! Die erste Gruppe ließ ich ziehen und suchte mir nette Wikinger Gesellschaft. Diese Typen sind echt zäh, ich kann mir jetzt ungefähr vorstellen, warum diese Kerle schon mal fast ganz Europa besetzt hielten und Angst und schrecken auf den Weltmeeren verbreitet haben. Du glaubst es nicht, die haben echt Wikinger Figuren und machen am Berg eher den Eindruck, als würde sie in den nächsten Kilometern vom Rad steigen. Aber nichts da, die können echt beißen. Ich leg mich mit den Jungs auf jeden Fall lieber nicht an.

Nach knapp einer Stunde habe ich den ersten Berg geschafft und 1.350 Höhenmeter im Kasten. Berg runter kann ich meine Abfahrqualitäten ausspielen und stelle unter (bei 0 Meter Höhe) fest, dass ich alleine bin. Ich warte gepflegt an der Verpflegung und weiter geht unser Wikinger Zug zur nächsten Kletterpartie. Mit 27 Grad sind die Temperaturen zwar noch moderat, aber am Berg ist es kaum auszuhalten. Mir rinnt der Schweiß nur so runter und ich muss bei der Anfahrt zum nächsten Gipfel schon richtig kämpfen. Unser Gruppe wächst weiter an, da sich einige der abgeschlagenen Fahrer aus der Spitzengruppe sich uns anschließen. Bei Kilometer 140 erreiche ich nach 4:45:00 std. den zweiten Berg. 2.820 Höhenmeter zeigt die Uhr an, ein 28er Schnitt und die Beine sind kurz davor zu platzen. Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals derart gequält zu haben, wie auf dieser Etappe. Die restlichen 15 KM sind ohne Wertung und dementsprechend langsam rolle ich ins Tal.

Unser Gesamtklassements Leader Harald bereitet uns eine Menge Spaß. Überall wo wir auftauchen, muss er die Geschichte der letzten Etappe erzählen oder sonstige Fragen beantworten. Da kann es auch schon mal vorkommen, in der Dusche angesprochen zu werden und nicht zu wissen, mit wem man spricht oder in welcher Sprache man angesprochen wird. Meinen Job als Wasserträger kann ich ja eigentlich nur vor und nach der Etappe erledigen, deshalb werde ich wohl auf Pressesprecher umschulen. Hier mal meine erste Aufgabe:

Der Vorjahressieger „Geier“, ein Norweger, dessen Name ich nicht schreiben kann, hat sich als sehr ernstzunehmender Gegner rausgestellt. Aber unser Harald ist ja auch kein schlechter. Bei der „King of the Mountain“ (K.O.M) Wertung, mussten wir leider einen ausreißenden Berfloh ziehen lassen und so musste sich Harry mit den 20 Punkten für den zweiten Platz begnügen. Durch einen Geniestreich, die Verpflegungstelle abzukürzen, könnte Harald sich die Sprintwertung holen und 30 Sekunden Zeitmodifikation einheimsen. Alexander wusste leider von dieser Taktik scheinbar nichts und musste nach starken Edelhelferdiensten für heute abreißen lassen. Die Wikinger fanden Haralds Taktik auch nicht so lustig und er musste danach ein bisschen streicheln und gut zureden. Den Etappensieg holten sich dann Geier und sein Edeldomestike, vor Harald. Damit war dann die Wiedergutmachung hergestellt.

Eigentlich wollte ich ja heute mal nichts über unsere Wehwehchen schreiben. Aber ich kann es einfach nicht lassen, da ich nach der Etappe Akupunktur bekommen habe und wenn mein Rücken morgen beschwerdefrei sein sollte, wird noch mal angegriffen ;-)

So nun müssen wir uns wieder anschauen, wie Harald unzählige Trikots verliehen bekommt!

P.S. Gestern Abend habe ich zu den älteren Blog Einträgen noch einige Fotos hinzugefügt.

zwei Rueckenkranke bei de Arbeit



Harry in rot

Montag, Juli 24, 2006

Das Gelb Trikot

Hei,

tatsächlich hat unser supi Harry gestern das Gelbe Trikot in seiner Alterklasse (23-39) geholt. Doch leider gab es Schwierigkeiten bei der Leader-Trikot Vergabe und wir musste das Trikot verteidigen ohne es wirklich in unseren Reihen zu haben. Weitere Organisatorische Änderung war die Verkürzung der heutigen Etappe auf 50 KM. Gestern spät nachmittags zog noch ein kleines Unwetter auf und ausgerechnet auf einem Streckenabschnitt der heutigen Etappe gingen drei Lawinen herunter. Die Straße war somit unpassierbar und die Veranstalter hatten über Nacht eine Alternativroute ausgearbeitet.

Der Tag begann recht trübe und begrüßte uns mit dichtem Nebel. Die Nacht war für mich auch nicht wirklich erholsam. Die Rückenschmerzen hatten mir arg zugesetzt. Mit ABC Pflaster und Schmerzmittel kam ich aber doch noch zu meiner Erholung. Harald erging es nicht besser und zog sich bei der Morgendusche einen Hexenschuss zu. Scheiß Extremsport. Vielleicht sollten wir, uns nächstes Mal eine unserem Alten entspreche Unterkunft suchen. Die Umstellung von Wasserbett auf Isomatte ist hart…Um 7:30 Uhr ging es auf eine drei stündige Bootstour, durch die wunderschöne schroffe Fjordlandschaft. Kurz nach dem Anlegen, dann ein 3,9 KM langes Stück zum einrollen und dann ab den Fjell hinauf. Alexander und Harald gruppierten sich sofort in die Spitzengruppe. Ein paar Kilometer kann ich die beiden noch wirbeln sehen und dann verschwinden sie in der Gebirgslandschaft. Ich versuche meinen eigenen Rhythmus zu finden. Mein Gefühl sagt mir aber, dass ich total überziehe. Ich quäle mich und kann nach ein paar Minuten auf Björn auffahren. Björn kommt ebenfalls aus Hamburg, ist freier Journalist und schreibt einen Bericht für das Tour-Magazin über die Viking-Tour. Björn hat es ebenfalls aus der ersten Gruppe rausgeschmissen und wir bilden für lange Zeit das Grupetto. Einige Kilometer gibt Björn wie eine D-Lok das Tempo vor. Ich kann folgen. Auf 1.000 Meter Höhe legt Björn ein paar Briketts drauf und ich muss abreisen lassen. Bei 1.300 Meter Höhe wird die Landschaft sensationell. Schneeflecken wechseln sich mit Gletscherseen und schroffen Gesteinsmassiven ab. Gewaltig! Ich bin mittlerweile alleine und kämpfe die letzten 10 KM bis zur Bergwertung. Nach 01:33:30 std. erreiche ich das Ziel. Harald gewann die Bergwertung und überließ den Etappensieg ganz Gentlemen like dem Vorjahressieger ;-) Die beiden kamen nach 01:20:00 std. am höchsten Punkt an. Von dort aus ging es dann ohne Zeitnahme wieder herunter nach Aurland. Die Norweger sind hier sehr auf die Sicherheit bedacht und haben einen Grossteil der Abfahrten aus der Wertung genommen. Ist sehr nett, denn dann bekommt man nach der Tunnelblickfahrt auch noch ein bisschen was von der herrlichen Landschaft mit.

Morgen gehen Eure Renn-und-Sportrad Helden, diesmal hoffentlich auch mit dem Trikot des Gesamtführenden, auf die Piste und werden es hoffentlich auch wieder verteidigen. Drückt uns die Daumen, dass es klappt.

Als kleinen Nachtrag von Gestern, hier die Ergebnisse vom Prolog:

1. Abraham Moens 00:08:45 (Liegefahrrad-Wertung)
2. Harry Keller 00:09:35
….
16. Alex Brandt 00:10:24
….
29. Patrick Ahrens 00:10:35
….
260. ??? 00:15:12



Ueberfahrt zum Start



Harry ganz oben



Aurland ganz unten



Ganz locker fahren Björn und ich den Berg hoch :-)

Sonntag, Juli 23, 2006

Der richtige Prolog

Liebe Blog-Gemeinde,

die ersten acht Kilometer der Viking Tour wären überstanden. Pünktlich um 18:00 Uhr piepte der Countdown die letzten Sekunden herunter und es rollte. Kette rechts aufs Große Blatt, ein paar Umdrehungen im Wiegetritt, zwei enge links rechts Kurven, die einspurige Brücke Richtung Flam, ein kleiner Anstieg und dann pendelte sich der Tacho bei 40 KM/h und der Pulsmesser bei 180 ein. Yeah, das rockt! Die Strecke geht entlang des Aurlandfjords und ist weitestgehend flach. Nur der Wind drückt immer wieder mein Tempo unter die 40er Marke. Nach zehn Minuten ist schon alles vorbei. Ziemlich übersäuert und unzufrieden mit meiner Leistung erreiche ich das Ziel und rolle gemeinsam mit Harald zurück nach Aurland. Harlad hat auf seinem Ritt fast die gesamte Paraolympic Mannschaft von Groß Britannien überholt und kann mit unter 10 Min. zufrieden sein und sich Hoffnung aufs Gelbe machen.

Gestern Abend haben wir schon gescherzt was wohl passieren wird, wenn Harald das Leader Trikot nach dem heutigen Prolog holen sollte und wir morgen das Trikot verteidigen müssten. Alex, der Edelhelfer, würde versuchen jedes Loch zuzufahren und jeden Ausreißer zu stellen und ich würde ständig mit Trinkflaschen unter dem Trikot herumfahren und vergeblich versuchen, an Harald heranzufahren. Wollen wir mal nicht hoffen, dass das passiert. Aber toll wäre es schon, wenn wir mal so ein Trikot in unser Reihen haben dürften!!!! Es gibt allerdings recht ernst zunehmende Konkurrenz bei dieser Veranstaltung. Zwei Tour de France Teilnehmer aus früheren Zeiten wurden uns angekündigt. Der eine soll sogar mal als 14. Paris erreicht haben und noch voll im Saft stehen. Schauen wir mal, was die Jungs in ihren alten Tagen noch so drauf haben. Trikotvergabe ist auf jeden Fall heute nach dem Nudelmampfen um neun. Seid also gespannt ;-)

Seit heute morgen plage ich mich mit Magenproblemen herum. Ich muss mich echt zwingen was zu essen. Ich hoffe sehr, dass es mir morgen besser geht und ich meine Leistung endlich abrufen kann.

Liebe Grüße,
Patrick & Co.


Prolog-Start>



Harald das Tier>



Selbstporträt

Samstag, Juli 22, 2006

Transfer Etappe...

Liebes Tagebuch,

gestern Nacht wurden wir von Kiki noch auf einen der umliegenden Berge (Floyen – 319m hoch) von Bergen hochgescheucht und unsere drei kleinen Radfahrerhelden haben nur noch über Knie-, Waden und andere Schmerzen geklagt. Was sind schon 100 KM Radfahren gegen einen kurzen Fußmarsch!?! Bei unserer Nachtwanderung, haben wir neben einem Troll einen fantastischen Blick auf Bergen bei Nacht genossen. Von oben wird deutlich, wie die Stadt den begrenzten Platz im Fjord nutzt und sich nur in das Hinterland ausdehnen kann. Dadurch entsteht fast der Eindruck man befinde sich in einer gemütlichen Kleinstadt. Es wurde aber der Versuch unternommen durch große Prunkmeilen, Plätze und eine im Verhältnis zur Stadt großen Universität (12.000 Studenten), Großstadt Charakter zu erwecken. Man kann sehr gut zu Fuß alles Wichtige und sehenswerte in der Innenstadt erreichen. Im Sommer macht Bergen einen traumhaften Eindruck auf mich und ich könnte mir durchaus vorstellen hier zu leben. Die Tage in Bergen waren wirklich klasse, ich hatte so gar nicht den Eindruck zu einem Radrennen zu fahren. Eine gewisse Vor- oder Anspannung wollte sich partout nicht einstellen. Das änderte sich schlagartig, als wir im Bus von Bergen nach Aurland unterwegs waren und sich nach jedem unglaublich langem Tunnel neue und größere Fjorde vor uns aufbauten. Langsam wurde mir bewusst, dass wir nicht zum Spaß hier sind, sondern uns die nächste Woche genau über diese imposanten Fjorde, von denen die Bergspitzen mit Schnee bedeckt sind, quälen werden. Ach, was freu’ ich mich ;-)

Nach 2,5 Stunden Fahrzeit sind wir in Aurland angekommen. Aurland ist eher überschaubar und nach deutscher Definition als Dorf zu bezeichnen. Das Dorf liegt direkt am Aurlandfjord, einem der beeindruckendsten Fjorde im westnorwegischen Fjordland. An den mächtigsten Stellen ragen die Felsmassive bis zu 1500 m senkrecht aus dem Wasser empor. Ich kann Euch sagen, echt wow….

Soeben haben wir unsere Valhalla in der örtlichen Sporthalle bezogen und uns ein lauschiges dreier Plätzchen gesucht. Verglichen mit anderen mehrtägigen Etappenrennen in Deutschland, wirkt hier alles sehr überschaubar und familiär. Nun werde ich mich daran machen, den Zeitfahrlenker für den morgigen Prolog zu montieren und dann geht es mir Harald und Alexander zum Dinner ins Dorf!

Liebe Grüße aus dem Fjordland...


die Drei Nasen und der Troll



Bergen bei Nacht

Freitag, Juli 21, 2006

Berge in Bergen

Hi aus Norge!

Gestern Abend haben wir Hamburg bei Gewitter verlassen und sind um 22 Uhr in Bergen im schönsten Sonnenschein und angenehmen 26 Grad gelandet. Es ist schon toll, wenn die Tage ein paar Stunden länger sind und man um 23 Uhr immer noch mit Sonnenbrille rumlaufen kann.

Am Busterminal wurden wir von Kiki in Empfang genommen. Kiki ist eine alte Freundin aus Deutschland (Buxtehude), die seit einem Jahr in Norwegen lebt und uns Asyl angeboten hat. Als kleines Mitbringsel gab es lecker Jägermeister, Gin, Vodka und drei Flaschen Wein. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal zu einer Radveranstaltung mit drei Liter Spirituosen angereist zu sein. Alkohol ist in Norwegen schweineteuer. Eine Flasche Vodka kostet dort 40 Euro. Nur gut, dass wir hier zum Radfahren hergekommen sind und nicht zum saufen. Aber so wie es bei Kiki aussieht, haben hier schon einige Besucher teuren Stoff aus Deutschland mitgebracht – die Saufnase!

Der erste morgen in Norwegen fing sehr entspannt mit einem ausgedehnten Frühstück an. Dann wurde Kikis Wohnung spontan zur Fahrradwerkstatt umfunktioniert und die Räder zusammen geschraubt. Totales Chaos, drei Männer, drei Fahrräder und drei Radkoffer. Aber Kiki hält sich bis jetzt noch ganz wacker und lässt uns machen.

Zum Einrollen haben wir uns auf eine 50 KM lange Tour gemacht. Außerhalb von Bergen befinden sich eine Vielzahl von kleinen Inselchen, die es einem nicht so einfach machen, mit dem Rad aus Bergen raus zu kommen. Eine weitere Herausforderungen sind die Tunnel, die man mit den Rad nicht durchqueren darf. Wetter, Landschaft, Straßen alles toll, aber auch nicht unanstrengend, da sich immer wieder kleine, harte Rampen vor uns aufbauten. Nach der kurzen Tour, können wir uns ungefähr ausmalen was noch auf uns zukommen wird. 800 Höhenmeter auf 50 KM sind schon etwas anspruchsvoller als unsere täglichen Touren durch Vierlande oder die Haseldorfer Marsch.

Nachdem wir uns Bergen ein wenig angeschaut hatten, sind nun Alexander und Harald fleißig am Kochen. Ich konnte mich, mit der Ausrede den Blog schreiben zu müssen, von der Arbeit drücken. Hier also der Grund, warum ich so viel schreibe ;-) Also, bevor ich vom Essen ausgeschlossen werde, beende ich jetzt lieber den Blog für heute!

Morgen melde ich mich dann aus Aurland!
Liebe Grüße aus Bergen,
Patrick, Alexander und Harald

Alkoholration für Kiki




Anflug auf Bergen




Kikis Fahrradbude




Paddys Po




Harry im Shopping Rausch




Dinner bei Kiki

Mittwoch, Juli 19, 2006

Der Prolog!

Morgen geht es endlich los!

Um 20:15 Uhr werden wir die Maschine der Norvigian Air besteigen und ins ferne Bergen fliegen. Von dort aus geht es dann am Samstag mit dem Bus weiter nach Aurland. Dort starten wir dann am Sonntagabend mit den ersten acht Kilometern der insgesamt 600 KM langen Etappenfahrt der Viking-Tour.

Mit mehr als 7.300 Kilometern in den Beinen, könnte man annehmen, dass ich mich in einer Top Verfassungen befinden. Aber die harten Fußball-WM-Wochen mit Bier und Grillwurst sind leider nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Andererseits war es aber eine schöne Zeit, an die ich mich zurück erinnern werde, wenn ich die 2 Kilo Übergewicht die Fjorde Hochschleppen werde.


Morgen werde ich noch eine extra Schicht in Sachen Vorbereitung einschieben. Einkaufen, Sachen packen, Fahrrad putzen und die Bergübersetzung (50/34 - 26/13) auflegen und und und... Vielleicht kommt auch noch der Gepäckträger und die Klingel ab ;-)

Ansonsten werde ich versuchen, Euch in alter Manier, tagesaktuell über den Stand der Dinge zu informieren und Euch an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen. Wer sich also für das Leid der drei Radfahrer von Renn-und-Sportrad (Harald, Alexander und ich) interessiert, der schaut am besten die nächsten Tage immer mal wieder in den Viking-Tour Blog vorbei! Wer vorher schon mal genau wissen will, was wir uns da antun wollen, kann sich auf der Veranstalter Website einstimmen und uns schon mal für bescheuert erklären --> http://www.vikingtour.no/

Ich melde mich dann aus dem hohen Norden wieder bei Euch!

Bis dahin liebe Grüße,
Euer Patrick