Freitag, Juli 27, 2007

Team Hamburg räumt ab!

(dw) Erschöpft aber glücklich sind wir wieder in Vik angekommen. Der Tag fing früh mit einem hektischen Frühstück an, da wir schon um 9:00 bei der 40km entfernten Fähre in Kaupanger sein sollten. Es folgte eine 2,5 h lange Fährfahrt. Den Standardtouristen haben wir durch unsere Massen transpiration wieder einem Strich durch die Rechnung gemacht - durch die Fenster konnte man nichts mehr sehen. Angekommen hielt die Streckenführung einen besonderen Leckerbissen für uns bereit: 1o km nach dem Start durften wir uns an einer 2 km langen Strecke Mit 18% versuchen. Man konnte so manchen Fluch hören. Danach nur noch kurz geradeaus, einen kleinen Abstecher auf 1.100 Meter und dann war das Rennen aus. Durch ausgefeilte Taktik konnte Harald den Tages Sieg erringen. Ausserdem den 1. Platz bei Sprint und den 2. Platz der KOM Wertung. Morgens sehen wir immer aus wie Golum und vor Kuhgilter warten wir jetzt auch keine 3 Minuten Mehr.

Dirk quält sich in der Masse den Schlussanstieg hoch

Harald ist King of Mountain
Jan ist Gesamt Sprintkönig
Harald ist 2. in der Gesamtwertung, nur knapp hinter Lars.
Bille ist Queen of the Herzen
Chris wird von Tag zu Tag besser und will noch härter trainieren.

Wieder in der Turnhalle angekommen liegen die müden Hasen auf ihren Isomatten und überlegen ob sie demnächst lieber nur noch Kegeln gehen, vielleicht gibt es da ja auch Wertungskarten.

Zeitfahren am 'Ruhetag'

(dw) Heute war der Tag des Zeitfahrens. Erst ging es 14 km geradeaus, dann 4 km bergauf. Die ersten 3: Lars der Marathonman, Jan und Harald. Die 18 km waren eher eine Erholung im Vergleich zu den Strapatzen der anderen Tage. Dennoch mussten 580 Höhenmeter und etliche Serpentinen überwunden werden.
Nachmittags sind wir zum Jostedalsbreen oder so ähnlich (der Größte Festlandsgletscher Europas) gefahren, ausnahmsweise mal mit dem Bus, und haben dort nur einen kleinen Spaziergang gemacht, weil wir alle unsere Steigeisen zur Gletscherbesteigung vergessen hatten :-) Abends gab es das Crewrace - das Kurzradrennen für alle Organisatoren. Heute nur ein paar Tropfen Regen.

Jostedalsbreen Gletscher

Morgen eiern wir noch einmal 60 km bergauf und dann sind auch sämtliche Körperteile hinüber. Bei 21% geht es für Bille nur ums überleben. Harry wird versuchen den unrasierten Lars vom Thron zu stoßen. Ich muss noch ca. 2 min. auf Hanko gutmachen und vielleicht schafft es Akki noch aufs Treppchen zu fliegen. Bis jetzt hatten wir aber super viel Spaß, trotz der ganzen "Schmerzen" und der verquollen Augen. Bunte grüße von der Beautyfarm schicken Euch die Nordlichter von Renn-und-Sportrad Altona.

Donnerstag, Juli 26, 2007

Team Hamburg bleibt dran

(dw) Heute sind wir nur 110 km, davon 50 für die Wertung gefahren. In Lom kroch uns schon vor dem Start die kühle feuchte Luft entgegen. Der Sprint war heute wieder im ersten flachen Teilstück. Der Liegeradfahrer schoss uns dort voran. Jan holte den 2. und Harald 5-cm dahinter den 3. Platz.

Der Liegeradfahrer eilt vorraus

Es folgte eine Etappe von 2 Norwegern die zwischenzeitlich einen Vorsprung Von 5 Minuten raus fahren konnten. Für den 3. Platz der KOM Wertung sprang Harald 500 Meter vor der Wertung nach vorn und ließ sich dann gleich wieder in die Spitzengruppe zurück fallen. Als wir den Fuß des letzten Anstieges erreichten fing es an zu Regnen. Über 1.000 Meter hingen die Nebel Schwaden über den Schneefeldern. Als Lars gefolgt von Harald das Ziel erreichten, waren die beiden Norweger schon 1 Minute da. Aufgrund der engen Straßenbedingungen mussten wir nach der Zieleinfahrt rechts über einen Graben springen um uns dann zu unseren Daypacks durch zu Kämpfen. Von hier ging es jetzt noch ca. 60km bis zu unser Unterkunft. Davon eine viel zu lange Strecke auf ca. 1.400m. Dort trauten Sich sonst nur Leute mit einer warmen Autoheizung hin. Es gab keine Vegetation mehr sondern nur noch Gletscher, Felsen, Wolken, Nebel und aus tauendem Schnee gespeiste Seen.

Bille sichtlich durchgefrohren im Ziel

Die dann folgende Abfahrt konnte man nicht richtig genießen, da die eigefrorenen Finger nur Widerwillig die Bremsen kontrolierien konnten. Schnell konnte man jedoch mit der Abnahme der Höhe eine Erhöhung der Temperatur feststellen. Unten angekommen konnten wir dann noch einige Kilometer Strecke am Fjord mit fantastischer Aussicht genießen.

Heute abend haben wir die Ergebnis Listen vom 3. Tag bekommen. Ob wir am Ziel über einen PersertePpich oder tatsächlich über eine Zeitnahme Matte fahren konnten wir noch nicht abschliessend feststellen. Die verzögerte bereitsteltung unsrer Zeiten deutet auf ersteres hin. Jedoch kalkuliert Harald immer aktuell im Kopf, wie die Zeitabstände der ersten 3 Fahrer sind und wir anderen haben genug damit zu tun, gegen die Berge zu kämpfen.


Die Hamburger Teams mit Berg- und Sprinttrikot in ihren Reihen


Gruss und gute Nacht
Dirk

Morgen kommt das Zeirfahren. Team 1 ist schon raus, da Jan den einen Tag wegen der Panne nicht beenden konnte, so dass Team 2 jetzt auf Sieg fahren muss ;-)


Dienstag, Juli 24, 2007

Billes, Dirks und Harrys Tagebuch

(bb) So jetzt haben wir alle mal einen Computer gefunden und es gibt einen längeren bericht aus Norwegen. Bis jetzt haben wir uns mit Dirks Handy ja die Finger blutig getippelt. Aber apropos blutig, mein Po ist total hinüber und leider ist das nicht der einzige Körperteil was in diesem hübschen Land bleiben muss. Auf meine Beine und den Rücken muss ich daheim auch wohl verzichten, dafür bringe ich aber meinen ollen Zahn wieder mit. Das teure Stück hat sich zum Glück beruhigt und zwickt nicht mehr.Heute ging es heikaramber gleich von null auf was weiß ich. 15 km mit 8% gleich vom Start weg. Das war mein absoluter Tiefpunkt und kurzfristig habe ich überlegt in die Holzklasse zu wechseln. Noch ne Schüppe Regen oben drauf und dann zügig weiter. Bei km 115 hat der letzte Berg mit 11% mir dann fast wieder Spaß gemacht. 12 km stumpf hoch ins Skigebiet um dann fix wieder runter weil der Hintern auf 1800 Metern abfriert. Zwischendurch muss ich mir immer mal vorbeten das ich die ganze Chose hier ja freiwillig mache und auch noch Geld dafür bezahle um mich hier zu schinden.

Aber nicht nur jammern und klagen, es ist wirklich lustig hier mit allen und macht auch trotz aller Wehwehchen großen spaß. An manchen Tagen, wenn die Berge nicht so lang und steil sind, ist das Radeln hier Rock'n'Roll. Die Orte sind entzückend und die Turnhallen ganz kuschelig. So, jetzt aber fix die müden Beinchen hochlegen.

Lieben Gruß schickt euch Bille

Die Stabkirche im Etappenziel Lom

(dw) Heute bin ich mit Heiko und Hanko über den ersten Berg gekommen. Zusammen in einer Gruppe von ca. 8 Personen sind wir dann die 70 KM Bergab bis zur zweiten Verpflegung gefahren. Dort hat uns Stefan dann wieder eingeholt, da wir gehalten haben und er weiter gefahren ist. Dann kam nach einer kleinen (20km) langen Anfahrt der gefürchtete Berg: Eine Wand! Wir waren alle schon ziemlich leer gefahren und die Strecke - innerhalb von 15 KM von 400 auf 1800 Meter - so steil, dass ich es gleich aufgegeben habe, mich mit den anderen zu messen. Das Ziel war einfach nur, sich auf diesen Berg zu hieven, ohne abzusteigen. Mit Schlangenlinien ist mir dies auch gelungen. Im Gegensatz zu einigen, die gar nicht erst hochgefahren sind und jetzt in der Touristenklasse fahren und vielen anderen, die weite Strecken gegangen sind... Auch so eine Sache mit Fahrradschuhen am Ende auch noch bei Regen die höchste befahrbare Strasse Norwegens hoch zu gehen. Mir war dann irgendwann auch der Grund entfallen, warum ich dort hochfahre, da wir den Übernachtungsort schon passiert hatten und nach dem Gipfel zu diesem zurück gefahren sind. Man konnte sich also nichts vormachen und sagen: "ich muss über diesen Berg um in die 'Valhall' zu kommen" :-)


Jetzt habe ich Schmerzen beim Tippen, da ich stundenlang bergauf so sehr am Lenker gezogen habe. Heute bin ich besser als bei den ersten harten Etappen mitgekommen, da ich geschnallt habe, dass sich keiner daran hält, wenn Geir sagt, dass bei den Verpflegungsstationen nicht angegriffen wird (Ne macht man auch nicht, sondern einfach nur weiter fahren und die Leute, die halten, stehen lassen). Also habe ich selber genug mitgenommen um nicht von den Stationen abhängig zu sein.


Bis dann, Dirk



(hk) Hier ein kleiner Tagesbericht von mir mal ganz persönlich in aller Eile zusammen getippt. Sorry für die Tippfehler, das Hirn bekommt hier zuwenig Sauerstoff und die Tastatur ist Norwegisch.

Bei mir ist es heute wie folgt gelaufen. Da ich als härtesten Konkurrenten einen Schweden mit dem Namen Lars habe, der bestimmt 10 kg weniger wiegt als ich und den Marathon in 2:30h läuft, habe ich mich auf die KOM Wertung spezialisiert. Lars hatte mir ja schon beim Prolog über 20 sec abgenommen. Trotzdem bin ich gestern und heute im Trikot des Gesamtführenden gefahren, da ich ihm bei der ersten Etappe über 40 sec abnehmen konnte. Aber das ist eine extra Story. Heute gab es zwei lange Anstiege. Einen direkt am Anfang und einen am Ende. Also heute hatte ich mir vorgenommen bei km 10 zu attackieren. Das hat auch prima gepasst. Erst habe ich die Gruppe klein gefahren, dann ist Lars in die Führung gegangen und genau bei km 11,73 zeigte er eine Schwäche. Er schaltete einen Gang dicker und gleich wieder zurück. Also habe ich gleich einen kleinen Bergsprint hingelegt und war 20m weggesprungen. Bis zur KOM Wertung (King Of the Mountain) hatte ich dann über 300m Vorsprung und habe gleich bis zum Sprint, der 15km weiter lag durchgezogen. Die Strassen waren da oben nass und Nebelschwaden hingen über dem Fjels, Schneefelder lagen bis zur Strasse. Nach dem Sprint drehte ich mich um und sah keinen mehr. Also bin ich weiter. Bei der ersten Verpflegung (km 20) war immer noch nichts von einer Verfolgergruppe zu sehen. Also weiter. Es ging nur bergab und die Strassen wurden langsam trockener. Erst bei km 51 tauchte eine Gruppe von gut 15 Fahrern auf, in die ich mich dann zurückfallen ließ. So sind wir dann bis km 115km dahin gerollt (35-45km/h) und dann kam der Hammer Anstieg. 1400 Höhenmeter Schotterweg und bis zu 15% Steigung. Nach dem Schotter musste ich dann anfangen zu flechten und Lars zog langsam davon. Er war einfach stärker und der Abstand wurde langsam größer und größer. Frank (der Edelhelfer von Christian, letztes Jahr zweitplazierter) holte mich ein und wir sind zusammen den Hammeranstieg hoch gekrochen. 34/27 war mir da einfach noch zu dick zum Treten. Aber Absteigen war irgendwie nicht drin. Also weiter. Ich schaute nur auf die Höhenmeter, die langsam bis auf 1850m anstiegen. Endlich oben hat Frank den zweiten gemacht und ich habe mein Leadertrikot verloren. Lars war über 4 min davongeflogen. Damit habe ich jetzt mit den 30sec Zeitgutschrift vom Sprint bestimmt 3min Abstand. Das fahre ich bestimmt in den nächsten Tagen nicht mehr zu und werde mich jetzt auf die KOM spezialisieren. Jan hatte bei km 20 einen Lagerschaden im Hinterrad und musste komplett abrechen. Mal schauen ob damit auch die Teamwertung flöten geht. Egal, ich habe jetzt alle Trikots mal gehabt, die es so gibt und werde weiter um den zweiten Platz kämpfen. Bille hält sicht tapfer und die anderen auch.


Gruß Harald

Montag, Juli 23, 2007

Vier Katastrophen und ein Sieg

(pa) Schon vor dem Start der heutigen Etappe wäre es fast zum Debakel für die Hamburger Teilnehmer gekommen. Nach der kurzen Anfahrt mit dem Boot stürzte Jan auf der Fährrampe. Sturzbedingt musste er den Tag auf seine drei dicksten Gänge verzichten. Aber wer braucht schon ein 11er, 12er und 13er Ritzel in den Bergen ;-)

Bei der 45 km langen und mit läppischen 1.000 Höhenmetern gespickten Anfahrt zum Start verlor Angelique Funk (Akki) den totalen Überblick in einem der nicht beleuchteten Tunnel und musste auf die nachfolgende Gruppe warten, die glücklicherweise Licht am Rad hatte. Akki mal ehrlich, was ist denn das für eine Vorbereitung. Nachtfahrten stehen doch normalerweise für so eine Tour auf dem Trainingsplan!

Dirk nutze einen weiteren Tunnel für sich, um Reifenwechseln im Dunkeln zu üben. Und damit nicht genug, haben unsere Lieben dermaßen in die Pedale getreten, dass auf der Strecke eine Lawine abging und die Etappe leider um 35 km auf insgesamt 105 km verkürzt werden musste. Das nenn ich mal Team-Taktik.

Ach ja, gefahren wurde auch noch: Jan holte sich mit einer Trittfrequenz von ca. 162 Umdrehungen Sprintwertung und Etappensieg im Kombipack und wird jetzt nur noch „Jan McEwen“ genannt. Harald ist weiterhin gut im Rennen und auch die anderen haben sich fleißig die Lichter ausgeknipst und die abendliche Paste wirklich verdient.

Vom Ziel aus ging es mit dem Schiff weiter nach Geiranger, einer der schönsten Fjorde Norwegens. Die Horde nasser und frierender Radler funktionierte kurzerhand den Kindergarten des Ortes in Nullkommanichts in ein Fahrerlager um. Ich hoffe doch sehr, dass es diesmal nicht wieder Kicherattacken vorm Einschlafen gibt. Nur weil man im Kindergarten schläft, muss man sich ja nicht gleich so benehmen.

jaja, uns erzählen wie kaputt sie sind und dann abends noch auf die Berge klettern :-)

Die Tour hat begonnen

(pa) Die Tour hat begonnen und zeigte sich gleich von der harten Seite, mit brutalen Steigungen und gewaltigen Bergmassiven!

Insgesamt standen 185 km mit 2.275 Höhenmetern auf dem Programm. Ganz richtig haben unsere Teamkollegen festgestellt, dass diese Eckdaten nichts mit einer Ausfahrt in der Haseldorfermarsch gemeinsam haben. Die Etappe begann dennoch recht entspannt mit einer Fährfahrt über den Sognefjord nach Dragsvik. Nach der Überfahrt ging es mit dem scharfen Start gleich zur Sache. Das Hamburger Team machte Dampf. Jan Jensen konnte sich aus dem Sprintzug hervorbringen und die Wertung für sich sichern.

Der Anstieg zum Gaularfjell

Nach 48 Kilometern und unzähligen Serpentinen, vorbei an Wasserfällen und schneebedeckten Bergspitzen, konnte Harald seine Konkurrenz am Gaularfjell abschütteln und die King-of-Mountain (K.O.M) Wertung entscheiden. Nach weiteren 100 Kilometern, die von taktischen Manövern und selektiven Ausscheidungen gespickt waren machte Harald weitere Zeit gut und schloss die Etappe als Zweiter ab. Ob das Ergebnis allerdings für das Leadertrikot reichte bleibt leider ungewiss, da der Veranstalter, wie auch im letzten Jahr, Probleme bei der Auswertung der Rennergebnisse hat. Im Ziel wurde deutlich, dass für die faszinierende Landschaft, mit hübschen Dörfern, eingelassen in die Fjord- und Seelandschaft, viel zu wenig Aufmerksamkeit geblieben war.

Einigkeit herrschte im Team auch was die Strapazen der zurückliegenden Tortour anging – jeder war überzeugt, dass er am meisten gelitten hatte. Selbst das Tippen der Erlebnisse schien eine unüberwindbare Anstrengung für Dirk zu sein.

Die erste Etappe und kein Lebenszeichen...

Leider habe ich von unseren fünf Trollen bisher nichts gehört.
Jan Jensen schrieb in seinem Blog, dass er die Sprintwertung und unser Harald die King of Mountain (Bergwertung) gewonnen haben. Das Etappenziel nach harten 177 KM hat Harald als zweiter erreicht und könnte somit gute Chancen auf das Leadertrikot haben. Auf der offiziellen Veranstalter Website gibt es leider noch keine Ergebnisse von der ersten Etappe.

Hier noch die Ergebnisse vom Prolog:

1 Lars Anden 00:15:40
2 Frank Slevikmoen 00:16:05
3 Harald Keller 00:16:06
...
35 Dirk Wagner 00:17:43
...
64 Chris Gerth 00:19:03
...
157 Bille Bauhaus 00:21:37
...
170 Angelique Funk 00:22:06
...
238 Fahrer gewertet

Sonntag, Juli 22, 2007

Der Prolog

(pa) Gestern Abend wurde bei 6 kg Nudeln beschlossen, dass sich die Hamburger Teams zusammen tun. Damit steht die Chance der Titelverteidigung in der Teamwertung sehr gut. Die beiden Teams bestehen aus folgenden Fahrern:

Team-Hamburg 1:Harald Keller, Jan Jensen, Stefan und Dirk Wagner
Team-Hamburg 2:Chris Gerdt, Heiko Fries, Hanko und Matthias

Akki und Bille wollten ein Zeichen gegen die Hochgewachsenen Norwegerinnen setzen und haben sich als Team „Zwerge für Mittelerde“ zusammengeschlossen. Ich denke, dass die großen Damen in den nächsten Tagen feststellen werden, dass unsere Hamburger Zwerge mächtig in die Pedale treten können.

Der gestrige Prolog ging über 5,5 km, insgesamt 320 Meter hoch. Hört sich für mich eher nach einem Bergzeitfahren an. So beschreibt Dirk die 5500m auch als wahren Höllenritt. Gestartet wurde in den Abendstunden. Chris fühlte sich scheinbar so heimelig in seinem Reihenhaus-Mitte-Matratzen-Stück, dass er fast den Start des Prologs verschlafen hätte. Die Siegerzeit war mit 0:15:40 Std. alles andere als heimelig und konnte von keinem unserer Jungs und Mädels unterboten werden.

Das Mattenlager in Vik


Somit ging die ganze Hamburger Mischpoke mit Krokodilstränen ins Bett und die kleinen roten Leadertrikots bleiben zunächst weiterhin ein Traum.

Samstag, Juli 21, 2007

Der Countdown...

(pa) Die Anreise haben unsere fünf Renn-und-Sportrad Helden schon mal gemeistert. Kleine Diskussionen gab es nur am Flughafen. Kein Wunder, die schnieken Ladies von Norwegian Air dachten bestimmt, dass Dirk eine Schrankwand mit ins Flugzeug nehmen wollte. Schon beim letzten Trainingslager hatten wir große Probleme mit Dirks Radkoffer durch die Flughafentür zu kommen.

Aus dem Flugzeug dann der herrliche und atemberaubende Blick auf die Landschaft Norwegens. In Bergen schließlich ein herzlicher Empfang mit Sonne von Henrike (eine Freundin von Kiki). Zum Dank wurde kurzum ihre Wohnung in eine Werkstatt umfunktioniert und die Räder zusammen geschraubt. Die Gastgeberin tat das einzig richtige und flüchtete kurzerhand aus ihrem Heim.

Am Freitag ging es mit der Bahn von Bergen nach Voss. Von dort wurde die Combo mit ihrem Gepäck, das normale Menschen nicht mit sich schleppen wenn Sie nach Afrika auswandern, von Geir Ellingsen, dem Organisator der Vikinig Tour, abgeholt. Mit dem Kleinbus ging es dann direkt in den wunderschön verschlafenen Ort Vik. Dirk war dermaßen beeindruckt von der imposanten Fjordlandschaft, dass er sich kaum vorstellen konnte in den nächsten Tagen bei Puls Anschlag taktische Manöver zu fahren um den richtigen Teamkollegen an den Sprintwertungen nach vorne zu bringen.

Bei strahlendem Sonnschein wurden die Räder sofort startklar gemacht und zu einer Probefahrt auf die Fjells aufgebrochen.


Harry und Chris am Berg in Vik


Am Abend dann Apfelsaft und Bratwurst mit den Fahrern der RG Uni Konkurrenz. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie über alle Themen rund um den Radsport philosophiert wurde. Anschließend ging es mit den anderen 100 Teilnehmern ins Isomattenlager. Geträumt wurde bestimmt vom Prologsieg der Viking Tour 2007.

Heimatreporter, Patrick

Mittwoch, Juli 18, 2007

Määääääääähhhhhhhhh




(bb) Dingdong. Morgen geht's los, Norwegen wir kommen...
700 Kilometer, 11000 Höhenmeter und spannende Rennen warten auf uns.

Ihr Lieben, an dieser Stelle werdet Ihr wieder den heiteren Viking-Tour-Blog finden.
Mit Sicherheit nicht annähernd so toll geschrieben wie der von Patrick 2006, aber bestimmt mit genau soviel Herzblut.

Es wird Geschichten aus dem nowegischen Königshaus geben. Hintergrundberichte über jeden einzelnen Rennkilometer.
Einen heimlichen Blick in diverse Kulturbeutel, Analysen, Gastkommentatoren und hoffentlich auch Erfolgsstorys.

Drölftausend Trainingskilometer stecken in unseren Beinchen, die letzten davon gerne im Regen oder bei gefühlten 40 Grad.
Zahlreiche RTFs mit ausgeknipsten Lichtern, Diskussionen um die besten Übersetzungen und den sichersten Radtransport liegen hinter uns.

Die letzte Trainingsfahrt am Montag sollte unter dem Motto "Beine ausfahren" stehen. Akki, Patrick und ich sind fein durch die Marsch gezwitschert. Ab Schenefeld haben wir uns frecher weise in den Windschatten von 4 freundlichen Burschen gehängt und sind so prima durch die Lande gerollt. Auf der "Freifahrtstrecke" noch mal Gas geben, den Puls auf 180 bringen und dann locker ausrollen – das war eigentlich unser Plan.
In den Graben hüpfen und fix ein Schaf retten stand eigentlich nicht auf unserem Zettel. Im Niemandsland vor Wedel war aber ein ganz entzückendes Schaf in Not geraten. Das Knäul war wohl in den Graben geplumpst und wurde auch noch von 2 Hunden attackiert – da mussten wir natürlich anhalten. Patrick und Akki haben geschaut das sie auf die andere Grabenseite kommen und ich habe versucht Dolly auf meine Seite zu locken. Endlich hat es sich mal ausgezahlt ca. 100 mal "Schweinchen Babe" gesehen zu haben, das arme Ding ist tatsächlich zu mir gepaddelt und dann hieß es ca. 3 Tonnen nassen Wollpullover aus dem Graben ziehen. Zu zweit haben wir es dann tatsächlich geschafft und ich war froh das ich nicht meine guten Sidi-Rad-Pömps anhatte.
3 x schütteln, 1 x rülpsen, dumm aus der Wäsche schauen und die kleine Schafswelt war wieder in Ordnung.

Aber genug der guten Taten. Mittwoch um 14.30 bringt uns der Flieger nach Bergen. Akki, Harry und ich machen den Anfang. Am Donnerstag kommen Chris und Dirk und am Samstag gibt es das erste Zeitfahren. Jetzt muss ich aber fix mal meinen Koffer packen, mir noch mal die Höhenprofile der Etappen anschauen und den Rest des Abends weinen...

Bunte Grüße schickt Bille