(pa) Schon vor dem Start der heutigen Etappe wäre es fast zum Debakel für die Hamburger Teilnehmer gekommen. Nach der kurzen Anfahrt mit dem Boot stürzte Jan auf der Fährrampe. Sturzbedingt musste er den Tag auf seine drei dicksten Gänge verzichten. Aber wer braucht schon ein 11er, 12er und 13er Ritzel in den Bergen ;-)
Bei der 45 km langen und mit läppischen 1.000 Höhenmetern gespickten Anfahrt zum Start verlor Angelique Funk (Akki) den totalen Überblick in einem der nicht beleuchteten Tunnel und musste auf die nachfolgende Gruppe warten, die glücklicherweise Licht am Rad hatte. Akki mal ehrlich, was ist denn das für eine Vorbereitung. Nachtfahrten stehen doch normalerweise für so eine Tour auf dem Trainingsplan!
Dirk nutze einen weiteren Tunnel für sich, um Reifenwechseln im Dunkeln zu üben. Und damit nicht genug, haben unsere Lieben dermaßen in die Pedale getreten, dass auf der Strecke eine Lawine abging und die Etappe leider um 35 km auf insgesamt 105 km verkürzt werden musste. Das nenn ich mal Team-Taktik.
Ach ja, gefahren wurde auch noch: Jan holte sich mit einer Trittfrequenz von ca. 162 Umdrehungen Sprintwertung und Etappensieg im Kombipack und wird jetzt nur noch „Jan McEwen“ genannt. Harald ist weiterhin gut im Rennen und auch die anderen haben sich fleißig die Lichter ausgeknipst und die abendliche Paste wirklich verdient.
Vom Ziel aus ging es mit dem Schiff weiter nach Geiranger, einer der schönsten Fjorde Norwegens. Die Horde nasser und frierender Radler funktionierte kurzerhand den Kindergarten des Ortes in Nullkommanichts in ein Fahrerlager um. Ich hoffe doch sehr, dass es diesmal nicht wieder Kicherattacken vorm Einschlafen gibt. Nur weil man im Kindergarten schläft, muss man sich ja nicht gleich so benehmen.
Montag, Juli 23, 2007
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