Samstag, Juli 29, 2006

Epilog

Die Viking-Tour 2006 ist Vergangenheit. Wir sitzen entspannt unter einem Baum in Aurland und lassen die letzten sechs Tage Revue passieren. Wir sind uns einig, dass es eine tolle Tour war. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Die Organisation ist allerdings noch ausbaufähig. Die meisten Teilnehmer haben aber gern darüber hinweg gesehen, da der Organisator viele Pannen durch Charme und familiäre Atmosphäre wieder weg gemacht hat. Teilweise war es auch ganz erfrischend, dass nicht alles so perfekt war und der kommerzielle Style anderer Radrennveranstaltung nicht zu spüren war. Ich habe auch den Eindruck, dass viele Dinge in Norwegen nicht so verbissen und ernst genommen werden wie bei uns. Man kann sein Rad auch durchaus mal unangeschlossen draußen stehen lassen, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass es geklaut wird. Die norwegische Fjordlandschaft ist einfach einzigartig und hat uns für unsere Leiden immer wieder belohnt.

Gestern haben wir dann noch mal großartig bei der Siegerehrung abgeräumt. Harald wurde, mit 32 Sekunden Vorsprung als Ober-Wikinger ausgezeichnet. Die Obstschale für das beste Team ging mit 7 Minuten Vorsprung verdient an das Team „Renn-und-Sportrad Altona“. „King of Mountain“ holte sich Harald, trotz einiger Kilo Gewichtsnachteil. Alexander belegt den 14. und ich den 33. Platz im Gesamtklassement. Allerdings haben Alex und ich in den letzten Tagen noch ein paar Plätze eingebüßt, da wir uns voll uns ganz der Teamtaktik untergeordnet haben. Das soll nicht als Ausrede herhalten, wir sind stolz darauf, als Einheit gefahren zu sein. Jeder von uns konnte sich mit dem Gesamtziel identifizieren und hatte keine Probleme, persönliche Ziele hinten anzustellen. Alexanders schönstes Erlebnis der Tour war dementsprechend auch, dass unser Rivale Geier sich gewünscht hatte, dass er doch irgendwann einbrechen würde und keine Löcher mehr zufahren könne.

Vor der letzten Etappe stand unser Leader aufgrund der Teamtaktik mächtig unter Druck. Wenn sich so viele Leute für einen einsetzen, steht man unter einen hohen Erwartungsdruck. Wenn er die gesetzten Ziele nicht erreicht hätte, wäre das nicht nur seine persönliche, sondern auch eine Niederlage fürs Team gewesen. Dementsprechend groß war auch Haralds Stimmungsschwankung am letzten Tag zwischen der Angespanntheit, vor dem Start und der Erleichterung im Ziel.

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch mal mein Lob und Anerkennung an unsere Gegner Kristian und Geier aussprechen. Die beiden sind echte Sportsmänner. Fair, sympathisch und würdevolle Podiumsgewinner. Viele Freunde hat sich, speziell Harald, auch gestern Abend noch gemacht, als er Heinecken en mass auf den Markt geschmissen hat. Was n Party! Bei mir lief es richtig gut. Auch wenn ich die beiden Jungs am Berg nicht bekommen habe, da hatte ich sie. Die Heinecken Schlagzahl konnten sie nicht mitgehen – Sieg auf ganzer Ebenen J

Als Titelverteidiger hat unser Kapitän einen freien Startplatz für die nächste Auflage der Viking-Tour. Außerdem hat Harald unseren Gegner sein Versprechen auf Revanche gegeben. Wenn wir den Titel auch 2007 nach Hamburg holen wollen, brauchen wir ein noch stärkeres Team. Also, wo sind die Wikinger für 2007?

Liebe Grüße, Viki und die starken die Männer!

Die Wikinger


Die Sieger Harald, Kristian und Geier (v.l. nach r.)

4 Kommentare:

Olaf Hänsel hat gesagt…

GLÜCKWUNSCH AN EUCH ALLE!
hammerleistungen!
harry... du bist mein neuer sportheld!
respekt!

Anonym hat gesagt…

Hei zusammen!

Das ist ja prima, dass ich alle spannenden Szenen so ausführlich noch einmal nachlesen kann. Anschauen konnte ich mir das ja nicht - musste euch ja immer hinterherfahren 8-)

War nett mit Euch!
Schöne Grüße an die fliegenden Hamburger,
Arne

Anonym hat gesagt…

Hello guys.
I agree you earned the total victory, and Harald was most definitely the strongest rider of the peloton, so congratulations to him for a great ride.
It was nice competing and knowing you, and perhaps we can battle it out next year.

See you.

Anonym hat gesagt…

Toll geschrieben, Patrick! Bekommt man ja beinahe Lust, Eure Titelverteidigung 2007 im Internet zu verfolgen - statt von hinten aus dem Peloton.

Viele Grüße,
Jens
(jetzt wieder Triathlet)