Samstag, Juli 22, 2006

Transfer Etappe...

Liebes Tagebuch,

gestern Nacht wurden wir von Kiki noch auf einen der umliegenden Berge (Floyen – 319m hoch) von Bergen hochgescheucht und unsere drei kleinen Radfahrerhelden haben nur noch über Knie-, Waden und andere Schmerzen geklagt. Was sind schon 100 KM Radfahren gegen einen kurzen Fußmarsch!?! Bei unserer Nachtwanderung, haben wir neben einem Troll einen fantastischen Blick auf Bergen bei Nacht genossen. Von oben wird deutlich, wie die Stadt den begrenzten Platz im Fjord nutzt und sich nur in das Hinterland ausdehnen kann. Dadurch entsteht fast der Eindruck man befinde sich in einer gemütlichen Kleinstadt. Es wurde aber der Versuch unternommen durch große Prunkmeilen, Plätze und eine im Verhältnis zur Stadt großen Universität (12.000 Studenten), Großstadt Charakter zu erwecken. Man kann sehr gut zu Fuß alles Wichtige und sehenswerte in der Innenstadt erreichen. Im Sommer macht Bergen einen traumhaften Eindruck auf mich und ich könnte mir durchaus vorstellen hier zu leben. Die Tage in Bergen waren wirklich klasse, ich hatte so gar nicht den Eindruck zu einem Radrennen zu fahren. Eine gewisse Vor- oder Anspannung wollte sich partout nicht einstellen. Das änderte sich schlagartig, als wir im Bus von Bergen nach Aurland unterwegs waren und sich nach jedem unglaublich langem Tunnel neue und größere Fjorde vor uns aufbauten. Langsam wurde mir bewusst, dass wir nicht zum Spaß hier sind, sondern uns die nächste Woche genau über diese imposanten Fjorde, von denen die Bergspitzen mit Schnee bedeckt sind, quälen werden. Ach, was freu’ ich mich ;-)

Nach 2,5 Stunden Fahrzeit sind wir in Aurland angekommen. Aurland ist eher überschaubar und nach deutscher Definition als Dorf zu bezeichnen. Das Dorf liegt direkt am Aurlandfjord, einem der beeindruckendsten Fjorde im westnorwegischen Fjordland. An den mächtigsten Stellen ragen die Felsmassive bis zu 1500 m senkrecht aus dem Wasser empor. Ich kann Euch sagen, echt wow….

Soeben haben wir unsere Valhalla in der örtlichen Sporthalle bezogen und uns ein lauschiges dreier Plätzchen gesucht. Verglichen mit anderen mehrtägigen Etappenrennen in Deutschland, wirkt hier alles sehr überschaubar und familiär. Nun werde ich mich daran machen, den Zeitfahrlenker für den morgigen Prolog zu montieren und dann geht es mir Harald und Alexander zum Dinner ins Dorf!

Liebe Grüße aus dem Fjordland...


die Drei Nasen und der Troll



Bergen bei Nacht

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey Patrick,

ich glaube du hast dich bei dem Untertitel des einen Bildes verschrieben...Du meinst doch bestimmt
"die Nase und die drei Trolle" !!

Lieben Gruß
Kim :-)

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.